Meedia: Sascha Lobo über Debatte 2.0 und digitale Strategie

"Am lebenden Organismus experimentieren"

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Alle reden über die digitale Zukunft, aber die meisten sind unsicher, welcher Weg sie dorthin führt. In der Wirtschaft reicht die Haltung von hektischem Aktionismus bis hin zur Bewegungsstarre, was den Umgang mit den neuen Technologien und den Social Media-Tools angeht. Der Berliner Blogger und Web-Analyst Sascha Lobo hat deshalb das Schwarm-Experiment Debattenbeitrag 2.0 gestartet, das Firmen Anhaltspunkte und Strategien aufzeigen soll. MEEDIA sprach mit dem 34-Jährigen über sein Projekt.

Meedia: Lobo startet Schwarm-Projekt für Wiwo

"Debattenbeitrag 2.0" entsteht im Netz -->

Internet-Enfant-terrible Sascha Lobo macht mit einem interessanten Journalismus-Experiment von sich reden. Gemeinsam mit seinem Publikum schreibt er für die Wirtschaftswoche einen "Debattenbeitrag 2.0". Der Text, der Unternehmen zeigen soll, worauf sie beim Weg in die digitale Zukunft achten müssen, entsteht u.a. bei Facebook, Twitter und in Lobos Blog. In den kommenden knapp zwei Wochen kann das Publikum den aktuellen Stand des Textes verfolgen und mithelfen.

Lobo ruft in seinen Erläuterungen zum "Debattenbeitrag 2.0"-Experiment dazu auf, ihn mit Links, Videos, Antworten auf seine Fragen und anderen Hinweisen zu versorgen. Das Honorar der Wiwo will er mit seinen Helfern teilen - "auf einem noch abzustimmenden Weg", wie er schreibt. Als Thema des Beitrags ruft Lobo aus, er wolle "für die Wirtschaft" beleuchten, "welche Entwicklungen unternehmensrelevant sein werden - und welche nicht. Wie die weiteren Innovationsschritte des Internet aussehen und weshalb sie so ungeheuer selten aus Deutschland kommen. Worauf man sich einstellen muss, wenn man ein Unternehmen gleich welcher Größe in die digitale Zukunft führen möchte".

Und so will Lobo vorgehen: Beim Bookmarking-Dienst delicious will Lobo sämtliche Hinweise und Links zum Thema sammeln. Zitate, Videos, Fallbeispiele, und andere Inhalte veröffentlicht er in einem eigens eingerichteten Blog auf Posterous.com. Hier kann ebenso wie auf der Wiwo-Facebook-Seite auch kommentiert, debattiert und diskutiert werden. Über Twitter will Lobo seinen Followern zudem regelmäßig Fragen stellen.