Plagiatsvorwürfe gegen Helene Hegemann: Fördert das Internet den Ideenklau? - Kultur | STERN.DE

Auch Daniel Haas auf "Spiegel Online" sprang der Autorin bei, vergaß dabei aber zu erwähnen, dass er ebenso wie Helene Hegemann im Ullstein Verlag publiziert - eine Verquickung, die sich "seltsam anfühlt", sagt Sascha Lobo, Werber und Leitfigur der deutschen Bloggerszene auf Anfrage von stern.de. Lobo selbst hält es durchaus für legitim, fremde Texte als Inspiration zu nutzen. "Das ist als Mechanik weder neu noch verwerflich, sondern Teil der Kultur, ob man es Remix, Sampling oder Zitat nennt." Hegemanns Fehler habe darin bestanden, die Quelle ihrer Inspiration weder zu fragen noch zu nennen. "Das geht nicht immer und ist auch nicht immer nötig, wenn man mal einen Halbsatz paraphrasiert - aber bei einem anderen Kurz-Zitat eines bekannten Autors die Verlagsrechte einzuholen und bei einem unbekannten Blogger bei längeren Passagen nicht - das hat einen sehr unangenehmen Beigeschmack", so Lobo.